Das Glaubensbekenntnis

Ein Glaubensbekenntnis ist im Islam ein öffentlicher Ausdruck des persönlichen Glaubens, zu dem sich der Sprecher bekennt. Es dient der Anerkennung durch die Islamische Weltgemeinschaft [Umma] und fasst die wesentlichen Inhalte der Glaubensgrundlagen zusammen.

Das Glaubensbekenntnis [schahada] eines Muslims ist: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

Das öffentliche Aussprechen des Glaubensbekenntnis in aufrichtiger Absicht [niyya] ist hinreichend, um als Muslim anerkannt zu werden. Für die innere Aufrichtigkeit ist der Glaube an den Stamm der Religion [usul-ad-din] von Bedeutung.

Das Glaubensbekenntnis ist auch das Erste, was einem Neugeborenem nach der Geburt in Form des Gebetsruf ins Ohr geflüstert wird und der letzte Gruß den ein Sterbender von sich gibt.

Das islamische Glaubensbekenntnis hat eine Besonderheit gegenüber allen anderen Bekenntnissen. Während die anderen Bekenntnisse mit „Ich glaube an…“ beginnen, beginnt das islamische Bekenntnis mit einer deutlichen Ablehnung, was insbesondere im arabischen Wortlaut deutlich wird. Es beginnt mit „la“ (nein), was eine Verneinung und Lossagung ist, denn erst wenn man sich von allem Falschen trennt, kann man die Wahrheit annehmen. Erst wenn das schmutzige Glas gereinigt wird, kann man daraus reines Wasser trinken.