Die Pflichtabgabe

Zakāh ist eine vermögensabhängige Abgabe auf definierte Güter, die den Ärmeren zu Gute kommt.

Der Wortstamm im Arabischen geht auf „Läuterung“ zurück, so dass die Zakāh als Läuterungsgabe verstanden werden kann.

Der Prophet Muhammad (Allahs Segen und Friede auf ihm) hatte nachdrücklich darauf hingewiesen, dass es eine von Allah gebotene Pflicht sei, den Armen zu helfen. Auch der Heilige Qur’an geht mehrfach auf diese Pflicht ein.

Religiös gesehen hat die Zakāh mehrere Funktionen:

  • Die soziale Pflicht gegenüber der islamischen Gemeinde: Die Abgaben dienen der Unterstützung der Armen, Witwen und Waisen.
  • Der Muslim soll durch die Zakāh lernen, sein Herz nicht an irdischen Besitz zu hängen. Die Abgabe soll ihn von Geldgier und Habsucht reinigen und für Allah frei machen.
  • Die Zakāh entspricht einer „Reinigung“ des restlichen Vermögens

Wie wird Zakāh erechnet?

Der Zakātanteil  auf Papiergeld ist 2,5 % oder  1/40tel. Auf 1000 Euro sind  es somit 25 Euro, die man  als Zakāh  bezahlen  muss. Man berechnet es  ganz einfach, indem man die Summe,  welche man besitzt, durch 40  teilt.

Wann wird Zakāh verpflichtend?

Damit Zakāh  auf den Besitz  (zur)  Pflicht wird,  muss  er  den Grenzwert namens Nisāb erreichen, was momentan ca. 2770 Euro sind,  wenn  man nach Silber geht, und  dies ist der aktuelle Marktwert für  595 g Silber, und es muss ein ganzer Hawl  (Mondkalenderjahr) über diesen Besitz  vergehen, während er über dem Nisāb liegt. Das  heißt,  der Besitz  muss  ein ganzes Jahr entsprechend dem Hijrikalender über dem Nisāb liegen und  man beginnt  die Monate  ab dem  Monat zu  zählen, in welchem man  den Nisāb erreicht.